Montessorie Schule Main-Kinzig-Kreis
Maria Montessori

Pädagogen

Die Lehrer als Lernbegleiter

Die Lehrer als Lernbegleiter


Voraussetzungen
Eine Position als Lehrkraft kann nur Pädagogen übertragen werden, die entweder staatlich geprüft sind oder deren Bildungsweg als staatlich gleichwertig anerkannt ist und die ein Montessori Diplom besitzen. Ist dieses Diplom noch nicht vorhanden, muss es baldmöglichst erworben werden und die Lehrkraft muss sich verpflichten, die Weiterbildung zum Montessori Pädagogen zu durchlaufen.
Gleiche Anforderungen stellen wir an den Schulleiter, wobei wir bei ihm besonderes Augenmerk auf die Erfahrungen bei Schulneugründungen legen.
Für den Beginn des Schulbetriebes zum Schuljahr 2006/2007 konnten wir Sabine Katzmann als Schulleiterin für Grundschulpädagogik und Miriam Meisner als Schulleiterin für Montessori Pädagogik gewinnen.

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Aufgaben
Die Montessori Pädagogik impliziert in der Person der Lehrkraft einen aufmerksamen Beobachter, verständnisvoll und genau. Er muss erkennen:
Wie weit ist das Kind in seiner Entwicklung? Welche Bedürfnisse hat es – offen oder versteckt? Wohin zielen seine Aktivitäten? Welche Angebote oder Hilfen braucht es? Ist es lernverzögert, finden sich Störungen wie etwa Hyperaktivität, Dyslexie, oder ist es schon weit voraus und braucht Förderung seiner Hochbegabung? (Zur Feststellung besonderer Auffälligkeiten werden im Einzelfall fachärztliche Gutachten erstellt.) Zuerst kommt also die Diagnose, folgend einem der Montessori Grundsätze: Folge dem Kind, achte auf die Zeichen, die dir seinen Weg zeigen.
Die Lehrkräfte entscheiden als Lernbegleiter und Lernberater nach der genauen Beobachtung über die Didaktik und Pädagogik und bereiten den Kindern entsprechend die Umgebung vor. Ihre Rolle ist gekennzeichnet durch Respekt vor der Persönlichkeit des Kindes und Vertrauen in seine individuellen Entwicklungskräfte.
Die besondere Rolle der Lehrkraft ist es darüber hinaus, präsent zu sein und Darbietungen des Montessori-Materials zu bieten. Er entwickelt damit den pädagogischen und auch emotionalen Bezug zum Schüler, der in der Montessori-Pädagogik als zentraler Aspekt gesehen wird[2]. Das Montessori-Material, das auf diese Weise präsentiert wird, soll keineswegs eine „Hilfe für den Lehrer sein, um seine Erklärungen der Gesamtheit eine Klasse verständlich zu machen“[3], sondern ist eine Hilfe zur eigenständigen Arbeit der Schüler.
Die Unterstützung der Kinder in ihrem Lerndrang unternehmen die Lehrer nicht etwa, weil das Kind schwach ist, „sondern weil es mit starken, schöpferischen Energien ausgestattet ist“[4].
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Auch ist es der Lernbegleiter, der die schon zuvor beschriebene Umgebung vorbereitet. Noch vor Unterrichtsbeginn soll er durch diese Vorbereitung schon einen wichtigen Teil seiner Arbeit erledigen, um dann bei Anwesenheit der Schüler seine ganze Aufmerksamkeit auf Beobachtung ihrer Lernfortschritte oder auch Schwierigkeiten zu lenken.
Neben den besonderen Befähigungen als Montessori Pädagoge erwarten wir von den Lehrkräften ein insgesamt vorbildliches Verhalten in Bezug auf Arbeits- und Sozialverhalten sowie äußeres Erscheinungsbild und gesellschaftliche Aspekte, das die Schüler erfahren sollen und für ihr eigenes Sozialverhalten ableiten können. Die Einzelheiten dazu werden in den Lehrerhandreichungen geregelt.


[2] Mario Montessori, Erziehung zum Menschen, S. 86

[3] Maria Montessori, Schule des Kindes, S. 86
[4] Maria Montessori, Das kreative Kind, S. 25

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